.Net3.5 Framework auf Windows 2012 R2

By | 5. Februar 2014

Auf einem Applikationsserver mit Windows Server 2012 R2 wurde kürzlich dotNet Framework 3.5 benötigt. Das aktuelle dotNet Framework 4.5.1 beinhaltet ja keine untergeordneten Versionen, damit muss das dotNet Framework 3.5 nachinstalliert werden. Siehe auch Technet: .Net Framework Versions.

Über den Servermanager wird üblicherweise das Feature im GUI installiert. Dieser Weg schlägt allerdings mit folgendem Fehler fehl:

w2012-net3-l0

Auch mit der Powershell lässt sich das Framework nicht installieren:

w2012-net3-ps-a2

Etwas Nachforschen bei Microsoft zeigt dann verschiedene Probleme und Lösungen auf Technet: Installing .NET 3.5 on Windows 8.1.

  • Das Framework wird mit der Standardinstallation nicht auf die lokale Disk in den Featurestore kopiert.
  • Bei der Installation sucht Windows die Sourcen des Features aber auf dem lokalen Featurestore (C:\Windows\WinSxs) oder versucht das Framework via Windows Update zu beziehen.
  • Sofern kein direkter Zugang zum Internet besteht, oder falls WSUS für die Updates konfiguriert ist, so schlägt die Installation fehl.

Nachkontrolle mit der Powershell zeigt, dass die Installations Sourcen nicht lokal vorhanden sind.

Lösungswege

Installation mit dem GUI

Im Server Manager kann die Option „Specify an alternate source path“ angegeben werden. Dort wird der Pfad zu den Sourcen auf der Installations-CD angegeben, danach klappt die Installation.

w2012-net3-l1b

w2012-net3-l2

w2012-net3-l3

Installation mit der Command Line

Installation ist per command am besten in der Powershell möglich:

Install-WindowsFeature -Name NET-Framework-Core -Source:D:\sources\sxs
Get-WindowsFeature -Name NET-*

w2012-net3-ps-a3

w2012-net3-ps-a4

Vorsicht: Languagepacks

Und dann gibt es da noch ein zusätzliches Problem. Sofern auf dem System Languagepacks, z.B. für Office, installiert sind, so lässt sich dotNet 3.5. nachträglich nicht mehr installieren!
Die Languagepacks müssen nochmals deinstalliert werden. Dann kann dotNet wie oben beschrieben installiert und darauf die Languagepacks erneut installiert werden.

Warum Microsoft die Rückwärtskompatibilität dermassen komplizert macht ist nicht nachvollziehbar.